Mitarbeiter/innen


Teamarbeit bedeutet gegenseitige Ergänzung




Viele Teile ergeben ein Ganzes: Unser Team umfasst etwa 20 Fachkräfte und Auszubildende, das sind 20 verschiedene Persönlichkeiten mit individueller Sozialisation, mit Unterschieden im Charakter, beruflicher Haltung, Normen, Werten, Erfahrungen, Arbeitsschwerpunkten, Berufserfahrung, Interessen, Vorlieben, Stärken und Schwächen ... Dazu kommen noch die unterschiedlichen Arbeitsgebiete wie Regelkindergarten, Familiengruppen und die Waldkindergartengruppe, die unterschiedliche Alltagssituationen, Bedingungen und Erfahrungen mit sich bringen.

Das Verbindende des Teams ist die pädagogische Konzeption und der Situationsansatz; diese bilden den Rahmen, in dem sich die einzelnen Kolleginnen mit ihrer Individualität bewegen. Die Stärke unseres Teams liegt in der Vielfalt der vorhandenen Kompetenzen, die wir tagtäglich als eine besondere Qualität erleben: Für nahezu jede pädagogische Aufgabe oder Fragestellung gibt es mindestens eine Kollegin im Haus, die sich damit gut auskennt. Das Personal ist damit die wichtigste Ressource der pädagogischen Arbeit: Die gegenseitige Ergänzung in unserem Wissen und unseren Fähigkeiten sowie eine gute Teamarbeit ermöglichen uns, die Vielfalt an Aufgaben zu erfüllen, die an jede einzelne Erzieherin, an die Leitung oder an die gesamte Einrichtung gestellt werden. Für fast jedes Thema gibt es bei uns einen Experten. Wir unterstützen und beraten uns in unserer pädagogischen Arbeit kollegial und wenn wir mal etwas nicht wissen, holen wir professionellen Rat bei einer externen Fachstelle ein.

Gelingende Teamarbeit mit vielen unterschiedlichen Erzieherinnen kommt nicht von ungefähr. Neben einer guten Aufteilung der Aufgaben gehören genügend Zeit für die Arbeit im Team und Transparenz durch gegenseitigen Austausch unbedingt dazu. Unser Team zeichnet weiterhin das Interesse an der gemeinsamen Weiterentwicklung und die gegenseitige Wertschätzung der Kolleginnen aus.

Die Erzieherinnen der einzelnen Gruppen sind gleichrangig. Der Informationsfluss, die Absprachen und die Planung müssen so organisiert werden, dass keine Informationslücken entstehen. Bei diesem großen Abstimmungsbereich kann natürlich nicht jede Frage im Team besprochen werden. Im Alltag trifft deshalb jede Erzieherin mit ihrer fachlichen Kompetenz vielfältige Entscheidungen selbständig.

Weil nicht Jede für Alles verantwortlich sein kann, gibt es verschiedene Verantwortungsbereiche, die sowohl im pädagogischen (gruppenübergreifendes Arbeiten, meist zusammen mit Kolleginnen aus anderen Gruppen, z. B. Babyturnen, Schulkinderprojekte, Computergruppe, Vorschulgruppe ...) wie auch bei der Pflege des Materials oder im Verwaltungsbereich liegen können. Jede Erzieherin hat Vorbereitungszeiten zur Verfügung, die sie für ihre persönliche Arbeit nutzt.

Die Gruppenteams tauschen sich in ihren Gruppendienstbesprechungen über die einzelnen Kinder und ihre Themen aus, planen Projekte und andere pädagogische Aktivitäten, reflektieren Geschehenes und organisieren die Zusammenarbeit mit den Eltern und Familien. Themen, die das Gesamtteam betreffen, werden in der großen Dienstbesprechung geklärt. Hier geht es oft um organisatorische Dinge, weitere wichtige Inhalte sind aber auch der pädagogische Austausch und kollegiale Beratungen.

Grundsätzliche pädagogische Auseinandersetzungen über spezielle Themen finden im monatlichen Arbeitskreis und im Rahmen der jährlichen zwei Planungstage statt. Dann arbeitet das gesamte pädagogische Team an gemeinsamen Themen, die von mehreren Kolleginnen oder einer Referentin von außen vorbereitet wurden.

Es ist unser Anspruch, pädagogisch auf dem aktuellen Stand zu sein und uns damit in Theorie und Praxis auseinander zu setzen. Wir möchten beweglich bleiben und uns weiterentwickeln, weshalb wir uns regelmäßig fort- und weiterbilden.



Qualität durch Dialog ermöglichen


Die Entwicklung und Sicherung von Qualität, also der Güte unserer pädagogischen Arbeit, ist mit der Beteiligung der Kinder und deren Familien untrennbar verbunden. Wir verstehen Qualität dabei nicht als festgeschriebenen, statischen Zustand. Gute pädagogische Arbeit im AWO-Kinderdörfel bemisst sich auch daran, inwieweit sie auf die permanente Entwicklung der Kinder und ihrer Familien sowie auf Veränderungsprozesse im Gemeinwesen dynamisch reagieren kann.

Dieses Ziel erreichen wir

- durch die Bereitschaft der Fachkräfte, sich weiterzuentwickeln und sich dazu mit den Kindern und deren Familien gemeinsam auf den Weg zu machen,
- durch die Beobachtung, Dokumentation und Reflexion der täglichen Praxis,
- durch die Berücksichtigung von aktuellem Fachwissen und
- durch regelmäßige Gespräche mit den Kindern und ihren Eltern.

Die Basis für gute Arbeit ist zunächst eine qualifizierte Ausbildung der Fachkräfte sowie ihre regelmäßige Fort- und Weiterbildung. Im Team arbeiten Absolventinnen verschiedener pädagogischer Fachschulen, Fachhochschulen und Hochschulen zusammen, einige davon mit mehrjährigen Zusatzausbildungen oder Aufbaustudiengängen. Durch regelmäßige Einzel- oder Teamfortbildungen und die Kooperation mit den Ausbildungsinstitutionen erhalten wir weitere aktuelle fachtheoretische oder praxisorientierte Impulse.

Die Grundlagen der pädagogischen Praxis sind in dieser Konzeption beschrieben. Zusätzliche Qualität wird nach unserem Verständnis insbesondere durch den Dialog und die Einbeziehung der Perspektive aller am Prozess Beteiligten ermöglicht (vgl. Kronberger Kreis 1998: Qualitätsentwicklung in Kindertageseinrichtungen), dies gilt für die Planung, die Durchführung und die Auswertung pädagogischer Vorhaben.

In Kinderkonferenzen, Gesprächskreisen und im Einzelkontakt erfragen wir die Ideen der Kinder, zeigen ihnen Möglichkeiten zum Mitgestalten auf und bitten sie um Rückmeldungen nach Abschluss einer Aktivität. Die Perspektive der Eltern erfahren wir in Elterngesprächen, in gemischten Arbeitsgruppen, auf Elternabenden und in den Sitzungen des Elternbeirates. Konstruktive Kritik spielt dabei eine wichtige Rolle – oft werden uns dadurch weitere Sichtweisen oder Zusammenhänge deutlich.

In gemeinsamen Teamsitzungen, pädagogischen Arbeitskreisen und den Planungstagen fließen unsere Beobachtungen aus dem Kindergartenalltag und die Rückmeldungen der Kinder und Eltern bei der pädagogischen Planung ein. Bei Fallkonferenzen oder Runden Tischen erhalten wir zusätzliche fachliche Impulse durch die Beteiligung von externen Beraterinnen, Supervisorinnen oder Therapeutinnen.

Qualifizierte Ausbildung des Personals und die pädagogische Konzeption stellen nach unserem Verständnis die Grundlagen für gute Arbeit dar – pädagogische Weiterentwicklungen und die dauerhafte Sicherung von Qualität erreichen wir durch regelmäßigen fachlichen Austausch, Fortbildungen und den Dialog aller Beteiligten.



Das Team beim gemeinsamen Arbeitskreis

Praktikum und Ausbildung im Kinderdörfel


In allen Gruppen des Kinderdörfels haben Auszubildende und PraktikantInnen die Chance, die Arbeitsinhalte des Erzieherberufes kennen zu lernen und sich mit wachsender beruflicher und persönlicher Entwicklung zu erproben.

Praktikum ist nicht gleich Praktikum! Manche sind noch auf der Schule und möchten im Rahmen eines kurzen Praktikums in den Beruf hineinschnuppern, andere nutzen das Jahr nach der Schule, um sich beruflich zu orientieren und wieder andere haben sich bereits auf einer Fachschule angemeldet und erproben ihr erlangtes Wissen bei uns in der Praxis. Je nach Schule und Ausbildungsabschnitt sind die Auszubildenden das ganze Jahr über täglich bei uns, kommen nur an bestimmten Wochentagen oder sind in Praktikumsblocks in den Kindertagesstätten.

Ein Hospitationstag mit anschließendem Reflexionsgespräch ist in jedem Fall die Voraussetzung für ein Praktikum oder einen Ausbildungsplatz. Die PraktikantInnen und Auszubildenden sind immer einer festen Stammgruppe und einer Anleitung zugeordnet. Das ist die Erzieherin, die aktiv die Verantwortung für den Orientierungs- und Ausbildungsprozess übernimmt. In regelmäßigen Gesprächen reflektiert die Auszubildende mit ihrer AnleiterIn regelmäßig den pädagogischen Alltag mit den Kindern und ihr eigenes Handeln, Fühlen und Denken. Die Auszubildende lernt konzeptionelle Hintergründe kennen und setzt sich mit ihrer pädagogischen Haltung, dem Bild vom Kind und ihrem Bildungsauftrag auseinander. Sie lernt, systematische Beobachtungen durchzuführen und auszuwerten und davon pädagogische Angebote abzuleiten.

Der Erzieherberuf setzt ein hohes Maß an Kommunikationsbereitschaft und Selbstreflexion voraus; schließlich ist die eigene Persönlichkeit das wichtigste „Werkzeug“ einer Erzieherin. Dafür brauchen die jungen Menschen Feedback und einen sicheren Rahmen, um sich auszuprobieren. Teamfähigkeit und ein konstruktiver Umgang mit Kritik sind wesentlich und auch die Zusammenarbeit mit den Eltern und Familien muss gelernt werden. Deshalb ist es uns als Ausbildungsort wichtig, dass die Auszubildenden auch Rückmeldungen an die Eltern geben und an einem Entwicklungsgespräch, einem Eltern-Kind-Nachmittag oder einem Elternabend teilnehmen.

Bitte sehen Sie dazu auch die Informationen des hessischen Sozialministeriums: Große Zukunft mit kleinen Helden


Weitere Informationen zu den Ausbildungsmöglichkeiten im AWO-Kinderdörfel und in der Waldkindergartengruppe:

Jahrespraktikum im AWO-Kinderdörfel

Ausbildungsplätze im Kinderdörfel

Bewerbung oder Anfrage senden: mailto:kinderdoerfel@awo-viernheim.de



Beschwerdeverfahren für Mitarbeiter/innen


Nicht immer ist man in einem Team einer Meinung, und mitunter entstehen dabei auch Konflikte. Diese werden im Allgemeinen offen angesprochen, zwischen den Beteiligten oder im Rahmen einer Dienstbesprechung im Team. In den meisten Fällen können dort gute Lösungen gefunden werden, mit denen alle einverstanden sind.

Sollte es doch einmal Grund zu einer Beschwerde geben, hat der Vorstand der AWO geregelt, wie dann zu verfahren ist: "Sollte sich eine Situation ergeben, dass Beschäftigte der AWO Viernheim sich über eine andere Beschäftigte oder eine Leitungskraft beschweren wollen, so ist diese Beschwerde direkt der betroffenen Person gegenüber zu äußern. Sollte dies nicht zu einer Beilegung der Situation führen, ist die Beschwerde der/dem Vorgesetzten der/des Beschäftigten vorzutragen."

Download Beschwerdeformular: hier klicken




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