Wie keine andere Kindergartenform bietet der Waldkindergarten die vielfältigsten Bewegungsanreize. Im Naturraum hat jedes einzelne Kind den Platz, den es braucht, um eigene Erfahrungen zu sammeln. Platz zum Rennen, Anlauf nehmen, Klettern, Springen, Rutschen, Balancieren, Versteckten etc. Dieser Raum ist nicht stolperfrei und das ist gut so. Denn wer stolpert, der lernt auch fallen und wer fallen kann, der ist weniger verletzungsgefährdet, lernt seinen Körper einzuschätzen und kann im Ernstfall auf erlernte Bewegungsabläufe zurückgreifen.

Gerade der Aufenthalt im Wald fördert das Neugierverhalten der Kinder. Neugier erfordert Beweglichkeit. Wenn ein Kind sich für einen bestimmten Ort interessiert, muss es vielleicht Kraft aufwänden, um dort hinzugelangen. Neugierde ist für die Kinder eine wichtige Ressource fürs weitere Leben. Auch ein Perspektivenwechsel vom Baum herabblickend oder unter einem Baum liegend - trägt dazu bei, dass Kinder sich anders wahrnehmen, Neues entdecken und so eine andere Sicht der Dinge gewinnen.

Zusätzlich zu dem, was der Wald als natürliche Bewegungsanreize bietet, nehmen wir Seile und Bälle mit. Es entstehen mitunter Seilkonstruktionen wie Schaukeln, Spinnennetze und Seilbahnen, die den Kindern besondere Erlebnisse ermöglichen.

Auch für die Entwicklung der Feinmotorik bieten wir viele Anreize. Die Kinder können in der Bring- und Abholzeit im Bauwagen malen und schneiden. Auch beim Packen ihres Rucksackes, beim Öffnen ihrer Brotbüchse, beim Benutzen von Werkzeug und beim Umgang mit Naturmaterialien, die gesammelt und verarbeitet werden, üben die Kinder ihre Finger- und Handkoordination.




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