Arbeiterwohlfahrt Viernheim: Antworten für die ganze Familie

Der Viernheimer Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt konnte im Jahr 2006 sein 60jähriges Bestehen feiern. In den ersten Nachkriegsjahren leistete man eher sehr persönliche Hilfen, wie Krankenbesuche und kleine Geschenke, Unterstützung bei Behördengängen, Weihnachtspäckchen für arme Menschen, Organisation von Erholungsaufenthalten und Kuren für besonders hart betroffene Menschen.

Nach turbulenten Jahren des Wiederaufbaus und der Entwicklung des dichtesten sozialen Netzes aller Zeiten in unserem Land, das sich allerdings nur von einer Vollerwerbsgesellschaft tragen ließ, kam es zur Wiedervereinigung Deutschlands samt deren immensen Kosten. Nach der durch Automatisierung oder Digitalisierung erfolgten Wandlung in den Arbeitsabläufen aller Berufszweige, samt dem Wegfall ganzer Berufsbilder, durch die Beendigung des kalten Krieges und durch die Öffnung der ganzen Welt als Produktionsstandort und als Markt, genannt Globalisierung, sind es heute ganz andere Probleme, die im Blickfeld liegen.

Die Veränderungen sind nicht allein im technischen Bereich erfolgt. Die moralische Entwicklung unserer Gesellschaft, die sich öffentlich auf die Wertegemeinschaft und die Traditionen des Christentums beruft, hat sich dramatisch verändert. Statt Nächstenliebe und Solidarität beherrscht Habgier viele Menschen. Eine unübersehbare Veränderung im Verhalten der Gesellschaft brachte die Gewöhnung an das soziale Netz mit sich. Für Menschen in Not ist der Staat zuständig, der Mitbürger möchte damit nicht belästigt werden. Solidarität wird in Reden und Ansprachen bemüht, nur selten in der täglichen Begegnung.

Mit den Veränderungen in der Gesellschaft kam es natürlich auch zu Veränderungen in unserem AWO-Ortsverein. Die Aufgaben, früher vorwiegend auf die Linderung wirtschaftlicher Not Einzelner gerichtet, haben sich auch geändert. Eine ganz entscheidende Rolle spielte dabei die Übernahme der Trägerschaft für den ersten städtischen Kindergarten in der Pirmasenser Straße durch die Arbeiterwohlfahrt. Erstmals schuf die AWO in Viernheim damit feste Arbeitsplätze, heute sind es weit über 80. Weitere aktuelle Aufgabenbereiche sind das „Essen auf Rädern“, inzwischen in „Mobiler Menü-Service“ umbenannt, der Kleiderladen, der mobile soziale Hilfsdienst und regelmäßige Seniorenfahrten.

Schwerpunkt der Arbeit sind jedoch zweifellos die Kindergärten, Horte, Krippen und Tagesstätten. Noch in den 70er Jahren hatte die Stadt Viernheim der AWO die Trägerschaft für weitere zwei große Kindertagesstätten und Horte übergeben, den Kindergarten mit Hort am Kapellenberg und den Kindergarten in der Kirschenstraße. 1993 kam das in eigener Regie erbaute Kinderdörfel hinzu, und als vorerst letzte Erweiterung in der Kindererziehung reiht sich der Waldkindergarten ein.

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Dimitrios Theocharis
Vorsitzender des AWO-Ortsvereins Viernheim